Woche 03, Volkswirtschaftslehre

Oct 25, 2026

Was untersucht die Volkswirtschaftslehre, wie verlässlich sind die Erkenntnisse und warum aus einzel- und gesamtwirtschaftlichen Perspektiven unterschiedliche Schlussfolgerungen folgen können.

“Physics Envy” bezeichnet die Orientierung vieler Ă–konomen an der Physik. Sie beneiden die Genauigkeit von Messungen und Beschreibungen von Naturphänomenen. Max Planck fand die VWL zu schwer und wurde stattdessen Physiker.

Betrachten wir unsere Welt so verstehen wir recht schnell: Ressourcen sind endlich und wir mĂĽssen Ă–konomisch Handeln (Maximal- & Minimalprinzip) um mit den verfĂĽgbaren Ressourcen auzukommen.

Dazu gibt eine grundlegende Unterscheidung in präskriptive und normative Ökonomik.

Ă–konomie

Das Wort leitet sich vom altgriechischen oikos (Haus/Haushalt) und nomos (Gesetz) ab. Aristoteles selbst unterschied schon zwei Wirtschaftsweisen

Aristoteles steht heute fĂĽr die normative Sicht auf die Wirtschaft (i.e. wie sollte gewirtschaftet werden)

Moderne Wirtschaftspolitik

Volkswirtschaftslehre

Leitfrage: Wie werden die komplexen arbeitsteiligen Prozesse koordiniert und gelenkt, von denen die Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen abhängt?

Walter Eucken

verbreitete seine Idee der Konkurrenz: Märkte sollten Ressourcen zur Verfügung stellen, Staaten ein Rechtssystem da herum. Dieses sollte die Bildung von Kartellen und Monopolen verhindern.

Grobe Unterteilung der VWL

Mikroökonomik: Einzelne Akteure, Haushalte und Märkte

Makroökonomik: Gesamtwirtschaftliche Größen und Zusammenhang, z.B. Inflation, Beschäftigung und Wachstum

Wirtschaftsgeschichte: Historische Entwicklung wirtschaftlicher Verhältnisse und Institutionen

Wirtschaftstheorie: Modelle und Erklärungen wirtschaftlicher Zusammenhänge

Wirtschaftspolitik: Gestaltung und Bewertung wirtschaftspolitischer MaĂźnahmen

Unmessbare Wirtschaft

Woran misst man Reichtum? Geldvermögen/Aktienbesitz/Immobilienbesitz?

Einkommen lässt sich messen und als Verteilung darstellen. Welche Verteilung gerecht ist hängt von Ideologie ab.

Wir betrachten hier ganze Systeme, dabei entstehen zum einen

Gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge

i.e. nicht die einzelne Person wählen die dir verspricht, unter ihr würde alles besser

Gerade in Kriesenzeiten können einseitige Darstellungen Ă„ngste verstärken und zu irrationalen Entscheidungen fĂĽhren. Glaubst’ nich? Guckst du

Kostenlosigkeit

There ain’t no such thing as a free lunch! ~Margaret Thatcher

Wettbewerb

Die VWL betrachtet funktionierenden Wettbewerb als gesamtwirtschaftlich vorteilhaft:

Dabei entstehen allerdings auch ein Interessenskonflikt:

Homo oeconomicus

War schon Thema in Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 1, guckst hier.

Homo oeconomicus prudens

ist das kritisch weiterentwickelte Modell des Verbrauchers, der nicht mehr als ideal angesehen wird.

Menschen maximieren nicht zwangsweise immer ihren direkten Vorteil, manchmal verfolgen sie auch einfach langfristige Pläne.

Last edited: 26.10.2026