Wie lassen sich menschliche PrÀferenzen mathematisch beschreiben und unter welchen Voraussetzungen können wir sie durch Zahlen darstellen?
Der Homo oeconomicus beschreibt in der ökonomischen Theorie einen idealisierten Modelltyp, fĂŒr den folgende Annahmen gelten:
Needless to say, mich beschreibt das nich.. đ
Die Entscheidungstheorie untersucht, wie Entscheidungen getroffen werden und wie Alternativen bewertet werden. In der Vorlesung unterscheiden wir zwischen
Eine PrÀferenz beschreibt, wie ein Entscheider verschiedene Ergebnisse bewertet. Alle Ergebnisse zusammen bilden die Ergebnismenge $E$. Darauf wird eine binÀre Relation $R$ auf $E$ als Teilmenge des kartesischen Produktes $E\times E$ definiert:
$$ R\subset E\times E. $$BinÀre Relationen sind aus sowohl Mathematik IT-1, als auch W-1, noch nicht bekannt.
Seien $A$ und $B$ beliebige Mengen.
Falls ein geordnetes Paar $(e_1,e_2)$ zur Relation $R$ gehören, drĂŒcken wir das mit folgender Schreibweise aus
$$ e_1Re_2. $$Bei einer schwachen PrĂ€ferenz wird $e_1$ als mindestens genau so gut wie $e_2$ bewertet. Eine schwache Ordnung erfĂŒllt VollstĂ€ndigkeit, ReflexivitĂ€t und TransitivitĂ€t.
$$ e_1\succeq e_2. $$Relationen werden fĂŒr den Zweck dieser Vorlesung auf drei Eigenschaften reduziert:
Indifferenz liegt vor, wenn zwei Ergebnisse wechselseitig als mindestent genau so gut bewertet werden
$$ e_1~e_2\Longleftrightarrow e_1\succeq e_2\land e_2\succeq e_1. $$Strikte PrÀferenz liegt vor, wenn $e_1$ mindestens so gut wie $e_2$ ist, aber nicht umgekehrt
$$ e_1\succ e_2\Longleftrightarrow e_1\succeq e_2\land\lnot(e_2\succeq e_2). $$Eine ordinale (ordinal - Reihenfolge der Nutzwerte ist relevant) Nutzensfunktion bildet PrÀferenzen aus reelle Zahlen ab
$$ u:R\to\mathbb{R} $$und reprÀsentiert genau dann eine PrÀferenzrelation, wenn gilt
$$ e_1\succeq e_2\Longleftrightarrow u(e_1)\ge u(e_2.) $$Die Differenz zwischen zwei Nutzwerten kann bei ordinaler Darstellung nicht als MaĂ fĂŒr die StĂ€rke eines subjektiven Unterschiedes gewertet werden.
Eine strengwachsende Transformation der Nutzwerte erhÀlt eine Rangordnung. Da $2u(e)+1$ streng monoton wachsend ist, können alle Vergleiche zusammengefasst werden als $v(e)=2u(e)+1$.
GrundsÀtzlich können nicht alle PrÀferenzrelationen durch eine Nutzensfunktion abgebildet werden. Das hÀngt davon ab, wie viele Ergebnisse betrachtet werden.
Zum einen ist die Schwache Ordnung eine Voraussetzung fĂŒr die Existenz einer Nutzensfunktion. AuĂerdem betrachten wir die Stetigkeit als eine weitere Anforderung:
Last edited: 25.10.2026