Woche 03, Modellierung

Oct 24, 2026

Wie können komplizierte Sachverhalte verinfacht und zweckorientiert dargestellt werden um verschiedene Aspekte der Wirtschaftsinformatik abzubilden, und das arbeiten mit Systemen zu erleichtern?

Modellierung

Definition: Unter Modellierung versteht man die vereinfachende und zweckorientierte Abbildung eines Sachverhaltes. Der Begriff Abbildung lässt sich hier sowohl als Verrichtung als auch als Ergebnis verstehen. Als Verrichtung beschreibt man den Vorgang der Modellierung eines Sachverhaltes nach Maßgabe eines bestimmten Zwecks.

Im Rahmen des Modellieren unterscheidet man zwei Rollen: die Rolle des Fachexperten (en. domain expert) stellt detailiertes Wissen über den zu modellierung Sachverhalt bereit. Der Systemanalytiker (en. system analyst) stellt die methodische Expertise.

Modelle weisen dabei immer folgende Charakteristiken auf:

Die Erstellung eines Modells folgt dabei roughly diesem Schema:

Prinzipien der Modellierung

Partitionierung

(en. partitioning) beschreibt die Zerlegung eines großen Sachverhaltes in einzelne, weitgehend isolierbare Teilbereiche.

Projektion

(en. projection) bezeichnet die Betrachtung eines Sachverhaltes aus einer bestimmten Perpektive. Dabei werden Sachverhalte weggelassen, die für die Perspektive irrelevant sind.

Abstraktion

(en. abstraction) bezeichnet das Ausblenden von Details und ermöglicht so eine Konzentration auf die wesentlichen Sachverhalte.

Anwendungsfälle

Organisationsbezogene Anwendungsfälle

Informationssysteme

Mathematische Modellierung

Ist-, Soll-, Referenzmodell

Ist-Modell

Soll-Modell

Referenzmodell

Modellierungssprachen

Unter einer Modellierungssprache (en. modelling language) versteht man eine künstliche Sprache, die für den Zweck der Modellierung geschaffen wurde. Diese Sprache besteht aus einer Reihe von Konstruktionselementen (Syntax) mit vordefinierter Bedeutung (Semantik). Diese Elemente können gemäß vergegebener Regeln (Grammatik) zu einem Modell zusammengesetzt werden.

Modellsprache für Geschäftsprozesse: BPMN (Business Process Model and Notation)

BPNM

Business Process Model and Notation

Syntax Semantik
Kreis Prozess startet hier
Kreis (dick) Prozess endet hier
Rechteck Aufgabe/Aktion wird ausgeführt
Raute Entscheidung/Verzweigung
Pfeil Reihenfolge/Sqeuenzfluss

Honorable Mention - PlantUML

UML-Diagramme sollten wir hier auch mit erwähnen, allerdings umfasst UML (Unified Modeling Language) Standards für mindestens 14 verschiedene Modellierungsszenarien und kann so nicht im Rahmen dieser Vorlesung klassifiziert werden.

ARIS

Organigramme

Organisationsschicht - Fachkonzept, sehr professionell gezeichnet 🙂‍↕️

Funktionshierarchiebaum

Funktionsschicht - Fachkonzept

Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)

Steuerungsschicht - Fachkonzept

Grammatik für EPK Modelle

  1. beginnt mit sogenanntem Startevent, kann mehrere geben
  2. endet mit Endevent, kann mehrere geben
  3. Funktionen und Ergebnisse müssen sich abwechseln
  4. Ereignisse und Funktionen haben max. einen eingehende und einen ausgehende Kontrollflusskante
  5. Aufteilungen und Zusammenführungen über logische Konnektoren
  6. Verbindungen mit Informationsobjekten oder Organisationseinheiten zählen nicht als Kontrollflusskante

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